Wechsel – „in den besten Jahren”
Wechselhafte Zeiten brechen an
Die Wechseljahre sind der nächste aufregende Wechsel im Leben einer Frau. Manche Frauen erleben durch Veränderungen des Geschlechtshormonspiegels massive körperliche und seelische Begleiterscheinungen, andere merken nur wenig davon. Manche empfinden sie als Einschränkung
ihrer Weiblichkeit, andere als Phase neuen Selbstbewusstseins. Viele Frauen bemerken ihre Wechseljahre einzig und alleine daran, dass ihre Menstruation erst unregelmäßig ist und später ganz aufhört. Andere wiederum stellen fest, dass ihr ganzes Leben sich aufgrund vieler Symptome völlig verändert. Jede zweite Frau leidet während des so genannten Klimakteriums unter Hitzewallungen, Schlafstörungen, Nervosität und Stimmungsschwankungen. Die Wechseljahre sind aber keine „Krankheit”, für die man sich schämen muss, wie sie lange Zeit bezeichnet wurden, sondern ein natürlicher Bestandteil des weiblichen Lebenszyklus. Eine Phase im Leben einer Frau, die durch Hausmittel und Heilkräuter positiv beeinflusst werden kann. Und die auch offensichtliche Vorteile mit sich bringt: keine Menstruationsbeschwerden mehr. Endlich nicht mehr verhüten.
Prof. Dr. Wenzl und Dr. Matthai zum Thema Wechsel
Viele Frauen leiden durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre. Der Leidensdruck und die Suche nach Besserung sind dabei in den meisten Fällen sehr intensiv. Eine Hormonersatztherapie wird von vielen Frauen kritisch gesehen und so werden alternative Hilfsmittel immer dankbar angenommen. Zu diesen zählen vor allem Substanzen aus der Natur. Viele Kräuter sind in ihrer Wirksamkeit gut untersucht und haben sich über viele Jahre als nützliche „Hausmittelchen” zur Bewältigung oder Linderung bewährt. Zu diesen gehören u. a. Rotkleeblüten, das Frauenmantelkraut oder auch Hopfenzapfen, von denen man weiß, dass sie eine östrogenartige Wirkung ausüben und dadurch die durch den Hormonabfall bedingten Beschwerden lindern können. Da Nervosität, innere Unruhe und Gereiztheit zu den häufigen Beschwerden der Frauen im Wechsel gehören, bieten sich beruhigende Kräuterteemischungen besonders an.
Erste-Hilfe-Paket: Positive Einstellung, Akzeptanz und Kräuter
Kaum zu glauben, aber wahr: Für viele sind die Wechseljahre immer noch ein Tabuthema. Vielleicht müssen wir die Wechseljahre für uns noch mal neu erfinden. Sie nicht mehr als Anfang vom Ende sehen. Sondern als Anfang von etwas ganz Neuem. Als Übergang in eine Lebensphase, in der man sich ebenso gesund und wohl fühlen kann wie in den Lebensphasen davor. Und manchmal sogar besser. Die hormonellen Veränderungen sind nur ein Teil der Wechseljahre. Wir dürfen sie nicht vom Tisch wischen, sollten sie aber auch nicht überbewerten. Eine positive Grundeinstellung zum Leben und sich selbst zu mögen sind jetzt besonders wichtig. Wer der neuen Lebensphase viel Positives abgewinnt, hat schon einen großen Schritt getan: Denn dann kommt man auch viel besser mit den kleinen und großen Beschwerden zurecht.
Eine Kräuterteemischung, die natürlich hilft
Mit Hilfe der Natur können wir es schaffen, uns in jeder Lebensphase wohl zu fühlen und sie mit allem, was dazugehört, anzunehmen. Die Kraft altbewährter Kräuter unterstützt jetzt besonders: Das Geheimnis der Kräutertees liegt in der harmonisierenden Wirkung, die gerade bei großen Veränderungen hilft, ihnen mit Ruhe zu begegnen.
Melisse: Die Melisse gehört zu jenen Heilkräutern, die bei Krämpfen sehr harmonisierend wirken und den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen. Gerade bei nervöser Unruhe und bei Einschlafstörungen sorgt sie für Entspannung.
Rotkleeblüten: Rotklee ist reich an pflanzlichen Hormonen, die eine ähnliche Wirkung wie das körpereigene Östrogen haben. Durch das Trinken von Rotkleetee wird die körpereigene Östrogenproduktion ergänzt. Rotklee ist reich an Genistein und Daidzein – natürlichen Inhaltsstoffen, die bei Hitzewallungen kühlend wirken, Schweißausbrüche, Scheidentrockenheit, Nervosität und Libidoverlust lindern und Osteoporose vorbeugen.
Pfefferminze: Schon die alten Ägypter nutzten die Minze als Heil- und Gewürzpflanze. Ihre Wirkung entfaltet sie, wenn es darum geht, die Nerven zu bewahren und ruhiger zu werden.
Frauenmantelkraut: Frauenmantel übernimmt auch während der Wechseljahre die Rolle des fürsorglichen Begleiters und sorgt für mehr Gelassenheit.
Salbei: Salbei ist in der chinesischen Medizin eine Frauenheilpflanze. Bei uns kennt man ihn auch als Mittel gegen vermehrtes Schwitzen bei Hitzewallungen. Außerdem hilft Salbeitee wirkungsvoll gegen Nachtschweiß.
Hopfenzapfen: In den Wechseljahren nützt man vor allem die östrogenähnlichen Hormone des Hopfentees, der auch gegen Herzklopfen und Wallungen wirkt.
Vitamin D: Vitamin D (Cholecalciferol) wird für den Stoffwechselumsatz von Kalzium, Phosphor und Vitamin A benötigt. Anders als die anderen Vitamine ist es ein Hormon und hat sich für die Verbesserung von Knochenstruktur und Knochendichte bestens bewährt.
Tipp: Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Damit es vom Körper aufgenommen und gespeichert werden kann, sollte es zusammen mit Nahrungsmitteln, die etwas Fett enthalten, eingenommen werden.
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